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DRK-Ortsverein Eiserfeld / Eisern e.V.

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Jahresbericht 2016

Die Geehrten anlässlich der Mitgliederversammlung 2017

 

Von den Bereitschaften über die Helfer vor Ort bis zur Sozialarbeit: Auch im vergangenen Jahr war der DRK-Ortsverein Eiserfeld / Eisern e. V. wieder in allen Bereichen der Rotkreuzarbeit aktiv.   

Der Jahresbericht anlässlich der Mitgliederversammlung am 25. März 2017:

Das vergangene Jahr 2016 war erneut geprägt von einer sehr engagierten und recht erfolgreichen ehrenamtlichen Arbeit des DRK Ortsvereins Eiserfeld / Eisern e. V. Erstaunlicherweise hat dies niemanden überrascht. Der Ortsverein zählte am 31.12.2016 insgesamt 49 aktive Mitglieder. Die Zahl der fördernden Mitglieder betrug am Jahresende 377.

Acht Blutspendetermine pro Jahr durchzuführen, ist sicherlich nicht ohne. Und das stellte unseren Frauenarbeitskreis auch im vergangenen Jahr wieder vor eine besondere Herausforderung. Letztlich hat sich die Mühe aber gelohnt: Nach einem deutlichen Einbruch der Spenderzahlen im Vorjahr konnte diesmal eine tolle Steigerung von 7 % verzeichnet werden. Überhaupt gaben die letzten Blutspenden ausreichend Anlass davon auszugehen, dass sich die Teilnehmerzahlen zunehmend stabilisieren. Im letzten Jahr kamen insgesamt 730 Mitbürger nach Eiserfeld, um Blut zu spenden. Erfreulich fanden wir vor allem den Zuwachs an Erstspendern. Hier konnte eine Steigerung von sage und schreibe 58 % verzeichnet werden. Wir haben uns darüber mit allen Bürgerinnen und Bürgern, die uns bisher durch ihre Blutspenden in so beeindruckender Weise die Treue gehalten haben, sehr gefreut und möchten wir uns dafür ganz herzlich bedanken.

Der überaus erfolgreiche Verlauf unserer Blutspendetermine basiert zu einem großen Teil auf dem erstaunlichen Engagement der Aktiven in unserem Frauenarbeitskreis. Sie schaffen es immer wieder, für die Blutspender eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, damit diese sich bei uns wohlfühlen. Das ist selbstverständlich nur möglich mit einem hohen Maß an Einfallsreichtum und Gespür für die Wünsche der Bevölkerung, wenn es um die Bewirtung geht. Zudem zeugen die wohlwollenden Reaktionen immer wieder davon, wie abwechslungsreich und hochwertig hier gearbeitet wird. Außerdem zeigt sich auch im fürsorglichen und herzlichen Umgang mit den Spendewilligen, wie wichtig der Einsatz von ortsansässigen, ehrenamtlichen Helfern für solche Veranstaltungen ist. Wir möchten in diesem Zusammenhang auch darauf hinweisen, dass dies angesichts der personellen Umstrukturierungen im vergangenen Jahr keineswegs als selbstverständlich angesehen kann. Und wir freuen uns sehr über eine höchst erfreuliche Entwicklung, die gerne so bleiben kann.

Der Frauenarbeitskreis war aber auch im Rahmen unseres Seniorenprogramms wieder sehr aktiv. Auch im vergangenen Jahr ist wöchentlich eine Gymnastikgruppe angeboten worden, und an jedem ersten Donnerstag im Monat fand der Seniorentreff statt. Diese Nachmittage sind regelmäßig gut besucht und erfreuen sich mittlerweile einer stabilen Anzahl von Besuchern. Im Sommer führte ein Halbtagesausflug ins Welcome Hotel Meschede am Hennesee mitten ins sogenannte Naturparadies Sauerland.

Und das beliebte Oktoberfest wurde ebenso wieder durchgeführt wie auch die Ostern- und Weihnachtsfeier, wo es natürlich selbst gebackenen Kuchen gab.

Der Kontakt zu den Mitgliedern wurde auch in 2016 mit Hilfe unserer Bezirksfrauen aufrecht erhalten. Anlässlich von Geburtstagen und Jubiläen wurden kleine Präsente überreicht. Aber leider standen auch einige Kondolenzbesuche an.

Und beim Eiserfelder Weihnachtsmarkt war der Frauenarbeitskreis ebenfalls wieder aktiv und betrieb die Cafeteria in der dafür umfunktionierten Richerfeldschule. Wir sind sehr gespannt, wie sich der nun folgende Weihnachtsmarkt gestalten wird. Vielleicht gibt es ja dann wieder ein Kaffeezelt, wer weiß?

Zu einem guten Ortsverein gehört auch ein gutes Domizil. Und unser echt gutes DRK-Zentrum beherbergt nicht nur eine ordentliche Anzahl von aktiven Mitgliedern, sondern auch einen enormen Fundus an kleineren und größeren Baustellen. Die beschäftigten uns natürlich auch im vergangenen Jahr: Es wurden Fenster erneuert, an der Elektrik und Beleuchtung geschraubt, die sanitären Einrichtungen saniert, und die Seiteneingangstüre ist komplett ausgetauscht worden. Diese wurde genauso wie fast alle anderen Türen mit elektronischen Schlössern versehen, so dass die herkömmlichen Schlüssel aus Metall zunehmend der Vergangenheit angehören. Schwierig gestaltet sich dabei allerdings nach wie vor die entsprechende Modernisierung unserer historischen Haupteingangstür. Aber da findet sich bestimmt auch noch eine Lösung.

Auch der Außenbereich war wie immer ein großes Thema. Angefangen von der nicht enden wollenden Baumproblematik, über verstopfte Dachrinnen und defekte Kellerschächte bis hin zu einer neuen Garagenüberdachung stand einiges auf dem Plan. Ganz zu schweigen von den drei Siegerländer Lieblingsbeschäftigungen Fegen, Krämmern und Mähen.

Unser Hauptfocus liegt derzeitauf der Sanierung des Seniorenclubraums sowie der weitgehend abgeschlossenen Geländeabsicherung hinter dem Gebäude. Es wird auch in Zukunft sicherlich nicht langweilig werden in der Eiserfelder Wilhelmstraße.

Die Sanitätsbereitschaft hat mittlerweile eine nicht mehr wegzudenkende Bedeutung im öffentlichen Rettungsdienst der Stadt Siegen. Dabei wurden sowohl Bereitschafts-dienste, oftmals über 24 Stunden hinweg, eingerichtet als auch außerplanmäßige Alarmierungen wahrgenommen. Unser Rettungswagen ist mit entsprechend geschultem Personal zu 91 Einsätzen gerufen worden. Meist lag hier der Schwerpunkt beim Individual-Notfall. Aber wir werden auch immer wieder zu einem sogenannten MANV, einem Massenanfall von Verletzten, hinzugezogen.

20 Alarmierungen galten der Unterstützung der Feuerwehr bei Bränden, und es gab natürlich wieder mal die traditionelle Bombenentschärfung in Siegen. Seit einiger Zeit sind wir Bestandteil des PTZ 10 Siegen-Wittgenstein. Mit diesem PatientenTransportZug ging es einmal bis nach Köln zum Karneval. Leider nicht zum Feiern, obwohl wir uns extra mit Einsatzkluft verkleidet hatten. Nein, wir stellten dort die Notfallbetreuung sicher. Genauso wie später im Jahr beim Siegener Uferfest.

Außerdem haben wir noch 13 Krankentransporte durchgeführt. Insgesamt sind wir auf die enorme Summe von 132 Einsätzen gekommen, und waren demnach durchschnittlich jeden dritten Tag im Einsatz.

Nicht eingerechnet wurde dabei die Vielzahl an Sanitätswachdiensten, die wir sowohl heimatnah als auch überregional bestritten haben. Da durften natürlich die „Klassiker“ wie Fußball- oder Reitturniere nicht fehlen. Auch unsere Präsenz bei solchen Großveranstaltungen wie Siegtal Pur, dem jährlichen Firmenlauf oder auch beim P-Weg in Plettenberg war wieder fest gebucht. Hinzu kam eine ganze Reihe kleinerer, aber nicht minder relevanter Sanitätsdienste. Zum Beispiel der Sponsorenlauf bei der Gesamtschule Eiserfeld, ein Kinderfest beim Autohaus Hoppmann und ein Tuningtreffen bei IKEA. Und damit die Bevölkerung sicher feiern kann, standen wir beim Weiherfest in Eiserfeld oder dem Dorffest in Eisern parat.

Außerdem unterstützten wir auf Anfrage des Landrates die Schülerolympiade am Kreishaus, nebst Integration in den Livebericht von Radio Siegen. Apropos Integration: Bei uns waren 14 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan zu Gast, um in Erster Hilfe ausgebildet zu werden. Ziel war es, Ihnen durch diesen Lehrgang zum Erwerb des deutschen Führerscheines zu verhelfen, was ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern soll.

Auch Schüler wurden von uns ausgebildet. Nach wie vor betreuen wir den Schulsanitätsdienst der Gesamtschule Eiserfeld, und im Rahmen einer Projektwoche der Obenstruthschule am Wellersberg haben wir die Grundschüler im Lehrgang „Kinder helfen Kindern“ an die Erste Hilfe herangeführt. Und das wie immer mit großer Begeisterung der Teilnehmer.

Regulär wurde sich wie immer montags zum Dienstabend getroffen, um die Fahrzeuge, die medizinische Ausrüstung und vor allem unsere Einsatzkräfte selbst auf den neuesten Stand zu bringen. Die Teilnahme am Bezirkswettbewerb in Arnsberg war derart erfolgreich, dass unsere Gruppe zum Landeswettbewerb in Nottuln eingeladen wurde, wo eine beachtliche Platzierung erreicht werden konnte.

Übungen, und da sprechen wir meist von angenommenen Großschadenslagen, sind nicht nur hilfreich für die Vorbereitung auf den Ernstfall, sondern tragen immens dazu bei, sich aufeinander einzustellen und so viel besser zusammenarbeiten zu können. Und obendrein macht es auch oftmals großen Spaß. Die gestellten Einsatzsituationen werden gemeinsam mit anderen DRK-Einheiten und den Feuerwehren analysiert, anschließend wird eine Strategie entwickelt, um dann zu einer bestmöglichen Bewältigung des Notfallgeschehens zu gelangen. Im letzten Jahr haben wir gemeinsam mit den Kameraden in Eiserfeld, Eisern, Niederschelden und Obersdorf geübt, am Siegerlandflughafen und auf dem Giller. Und das mitunter sogar in filmreifer Dekontaminations-Ausrüstung. Dabei haben wir uns auch immer wieder neu kennen und schätzen gelernt.

Nicht vergessen möchten wir die zahlreichen Besprechungen, Sitzungen, Ausschüsse und Treffen im Rahmen der überörtlichen Zusammenarbeit der Ortsvereine untereinander.

Mittlerweile werden sieben stationäre Altkleider-Container regelmäßig von uns geleert. Dies ist eine mühsame und teilweise recht unangenehme Arbeit, aber die Einnahmen daraus stellen auch einen sehr wertvollen und vor allem verlässlichen Beitrag zur finanziellen Entlastung des Ortsvereins dar. Und trotz des Containerbetriebs besteht nach wie vor die Notwendigkeit, jedes Jahr zwei planmäßige Altkleidersammlungen durchzuführen.

Und gegen Jahresabschluss half die Bereitschaft mit bei den Weihnachtsmärkten in Eiserfeld und Eisern, wo wir zudem gebratene Klöße an die hungrige Bevölkerung verfütterten.

Der Arbeitskreis Behindertenhilfe besteht aus 50 Mitgliedern im Alter von 16-80 Jahren. Im vergangenen Jahr führten wir eine viertägige Wochenendfreizeit in der Hohenburg-Jugendherberge in Homburg für behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch. Die Planung und Durchführung sowie sämtliche Betreuungs- und Pflegemaßnahmen und auch der Transport mit Behindertenfahrzeugen wurden ausschließlich durch den Arbeitskreis übernommen.

Das Programm vor Ort für die insgesamt 51 Teilnehmer war mit Buntem Abend, Basteln, Grillabend und Tagesfahrten wieder einmal sehr umfangreich. Anlässlich der Weihnachtsfeier für Behinderte und ihre Familien, die erneut in Eisern stattfand, wurde ein Programm entworfen, Aufführungen und Bilder gezeigt sowie der Kuchen gebacken.

Der Arbeitskreis beteiligte sich an den beiden Altkleidersammlungen des Ortsvereins und unterstützte darüber hinaus den MS-Kreis Siegen-Wittgenstein, indem die Fahr- und Küchendienste bei den 14-tägigen Treffen übernommen wurden. Weitere Fahrdienste standen zudem bei der Durchführung von Arztbesuchen, Reha-Maßnahmen oder auch zu Kur-Aufenthalten an.

Die Organisation und Betreuung der MS-Kranken während der achttägigen Freizeit im CVJM-Haus Viktoria auf der Insel Borkum stellte uns vor eine große Heraus-forderung. Hierzu gehörte unter anderem die gesamte organisatorische und logistische Vorbereitung und Planung dieser Fahrt mit ca. 100 Teilnehmern sowie die Betreuung und Leitung vor Ort. Die Hin- und Rückfahrt der Teilnehmer sowie der Gepäcktransport wurden mit DRK-Fahrzeugen ebenfalls von uns durchgeführt. Auf Borkum wurde eine tägliche Begleitung bei Spaziergängen genauso wie Hilfe-stellungen jeglicher Art sichergestellt.

Wie in jedem Jahr halfen wir dem Frauenverein Eisern bei der Durchführung der MS-Weihnachtsfeier im Eiserner Bürgerhaus und sorgten auch für den Fahrdienst. Des Weiteren unterstützten wir die Frauenvereine Eiserfeld und Eisern bei den 12 Blutspendeterminen in 2016. Und wir stellten den Fahrdienst bei Treffen des DRK-Seniorenclubs Eiserfeld.

Der Vorstand hat drei ordentliche Vorstandssitzungen im Jahr 2016 durchgeführt. Dazu kommt eine Vielzahl von Besprechungen in unterschiedlicher Besetzung. Die Vorstandsmitglieder vertraten den Ortsverein in den Gremien des Kreisverbandes, der Arbeitsgemeinschaft der Vereine in Eisern und der „Gemeinschaft Miteinander Helfen“ in Eiserfeld.

Wir können also guten Gewissens auf ein erfolgreiches und bewegtes Jahr 2016 zurückblicken. Die hohe Anzahl der geleisteten Dienststunden zeigt einmal mehr, dass unsere Aufgaben und Aufgabenbereiche nicht weniger werden. Das erkennt man nicht zuletzt daran, dass der Jahresbericht anscheinend von Jahr zu Jahr länger wird. Ehrenamtliche Arbeit ist und bleibt hier vor Ort und in unserer gesamten Gesellschaft unentbehrlich.

Zum Schluss bleibt mir für den gesamten Vorstand nur noch Danke zu sagen. Danke an alle Aktiven. Danke an alle die uns gefördert und unterstützt haben. Und auch einmal Danke an unsere Nachbarn, die selbst dann Verständnis für uns zeigen, wenn es auch zu nachtschlafender Zeit wieder mal hoch hergeht bei uns. Nur durch gegenseitigen Respekt, gemeinsame Aktivitäten für den Dienst am Nächsten und mit einer funktionierenden Kameradschaft können wir weiterhin gewährleisten, dass unser Ortsverein seine wichtigen Aufgaben auch in Zukunft erfüllen kann.

Glück auf !!!